Archiv für Oktober 2010

outside the box #1 als pdf

Sollte jemand die Chance verpasst haben, während der Veranstaltungsreihe oder in einer der anderen Verkaufsstellen die Print-Version des „outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik“ zu erwerben, kann sich nun die digitale PDF-Version aneignen. Diese liegt hier (klicken!) zum Download bereit.

Desweiteren haben gab es im Rahmen des Amplfiy!-Festivals einen Diskussionsabend mit Zwi Negator und Tagediebin vom AutorInnenkollektiv BBZN mit dem Titel „Das Geschlecht des Situationismus – transcending gender by abolishing the spectacle?“.

Lässt sich die situationistische Revolutionstheorie aktualisieren? Wenn ja, wie sieht es dabei mit der Kritik der fundamentalsten Lebenssituation aus: der Aufhebung der Trennung(en) des Geschlechts? Sexes & gender waren für die Situationistische Internationale in ihrer Zeit ein blinder Fleck. Heute, da die Geschlechterverhältnisse nicht mehr zu verdrängen sind, sehen wir die wirkliche Bewegung auf diesem Feld der Kritik zwischen queerer Entwendung und realkapitalistischer Verstärkung des Bestehenden. BBZN stellen zuerst die Rolle der Situationistinnen (ca 1950 bis 70) und die sexistische Ambivalenz jenes „Verlorenen Haufens“ historisch-kritisch dar. In dem Versuch, die kritische Theorie der „Gesellschaft des Spektakels“ für die materialistische Kritik des allgegenwärtigen doing gender zu retten, muss es sodann um die Frage gehen, wie undoing gender als Theorie und Praxis für Communismus heute möglich ist.

Davon gibt es beim sympathischen Audioarchiv (klicken!) einen Mitschnitt (plus Diskussion, siehe Kommentar) zum nachhören.

Bitte für zukünftige Veröffentlichungen und Infos den Blog von outside the box beachten.

Jungle World – „Anleitung zum politisch korrekten Gender-Verkehr“

In der „Jungle World“ 38/2010, die bereits am 23.09.2010 erschien, widmet sich das ‚thema‘ und somit mehrere Artikel dem Umgang mit sex, gender und anderen Beziehungen (in „linken“ Kontexten).

Zusammenlegung jetzt! Die Zeiten, in denen sich Linke so asexuell wie möglich gaben, sind vorbei. Seit Popfeminismus und Post-Porn ist die Linke wieder »sex-positiv«, wollen auch Genossen wieder genießen. Aber ­politisch korrekt muss es sein, also kreuz und queer statt oben und unten. Heten, geht beten! Analsex statt Banalsex! Und wer nicht mit dem Dildo pennt, gehört schon zum ­Establishment. Der große »Jungle World«-Wegweiser durch die Wirren der neuen sexuellen Revolution auf unseren Thema-Seiten

Dabei sind folgende Beiträge:

„1000 Kreuze in die Spree“

Am 18.09.2010 zog wieder eine Gruppe äußerst überzeugter christlicher Menschen durch Berlin, mitsamt 1000 Kreuzen und dem einen oder anderen Bild/Transparent, das glückliche Mütter und fröhliche Kinder darstellen wollte. Das Ganze verfolgte den Zweck Abtreibungen/Schwangerschaftsabbrüche zu verdammen. Aus der Perspektive der Kreuztragenden schützen sie damit „Leben“, weshalb sie auch unter dem Namen „Lebensschützer“ bekannt sind.
Dass dieser „Kreuzzug“ nicht ganz ohne jeglichen Einspruch stattfand und vermutlich auch nicht stattfinden wird (vgl. ähnliches Spektakel in München) lässt sich zum einen auf dem Blog „No218NoFundis“ nachverfolgen, wo es auch andere Infos zur Thematik gibt. Außerdem gibt es folgendes Video, dass Sarah Diehl und Kirsten Achtelik kurz zu Wort kommen lässt: