Polyphantasiatage 2011
Die Polyphantasiatage in Erfurt geben auch in diesem Jahr die Möglichkeit mit der Thematik um die Eckpunkte Geschlecht, Sexualität, Begehren und Gesellschaft auseinanderzusetzen. Nicht nur empfehlen wir insbesondere den Polyphantasiaball mit den phantastischen blue screen of death und der ebenso umwerfenden Lea Legrand. Auch Heinz-Jürgen Voss, den wir damals ebenso als Teil ‚unserer‘ Reihe begrüßen durften, wird nach Erfurt kommen.
5.7., 20 Uhr, Nonverbale Kommunikation und Geschlecht – mit Lann Hornscheidt
8.7., 21 Uhr, Polyfantasiaball (mit The blue screen of death – electropunk.göttingen, Lea Legrand – electroglitzerclash.halle, fr.JPLA – techhouse.leipzig, Obstanton – vegetable electronics.erfurt)
9.7., 20 Uhr, Lesung von Antje Wagner aus ihrem Buch „Schattengesicht“
11.7, 20 Uhr, BDSM und Feminismus – mit Anna Kow
12.7., 20 Uhr, queer-Filmabend
13.7., 18.30 Uhr, Workshop zur Kritik der Polyamorie – mit wi(e)derdienatur
14.7., 20 Uhr, „Making Sex“ – auch biologisches Geschlecht ist gesellschaftlich gemacht – mit Heinz-Jürgen Voss
via wi(e)der die natur.
Vortrag & Film: Remember what’s forbidden! Die katholische Kirche & andere Abtreibungsgegner_innen
Im Rahmen der „Heidenspaß statt Höllenagst“-Kampagne, die sich gegen den Papstbesuch in Erfurt richtet, wird am 4. August 2011 Sarah Diehl nach Jena kommen. Sie wird noch einmal ihren Film „Abortion Democracy“ zeigen und die Thematik anschließend zur Diskussion stellen. (Zur Erinnerung sei noch einmal auf die Veranstaltungsankündigung zum Film und gleichzeitig noch auf Texte von ihr hingewiesen: „Privileg Pop“ und „Der Schwangerschaftsabbruch gehört zum Leben dazu. Reproduktion, Abtreibung und Verhütung: die unangenehmen und vernachlässigten Themen“).
Daten: 4. August 2011, 19Uhr, Carl-Zeiss-Str. 3 (Uni-Campus), Seminarraum 206.
Veranstalterin: revolta.
Desweiteren haben gab es im Rahmen des Amplfiy!-Festivals einen Diskussionsabend mit Zwi Negator und Tagediebin vom AutorInnenkollektiv BBZN mit dem Titel „Das Geschlecht des Situationismus – transcending gender by abolishing the spectacle?“.
Lässt sich die situationistische Revolutionstheorie aktualisieren? Wenn ja, wie sieht es dabei mit der Kritik der fundamentalsten Lebenssituation aus: der Aufhebung der Trennung(en) des Geschlechts? Sexes & gender waren für die Situationistische Internationale in ihrer Zeit ein blinder Fleck. Heute, da die Geschlechterverhältnisse nicht mehr zu verdrängen sind, sehen wir die wirkliche Bewegung auf diesem Feld der Kritik zwischen queerer Entwendung und realkapitalistischer Verstärkung des Bestehenden. BBZN stellen zuerst die Rolle der Situationistinnen (ca 1950 bis 70) und die sexistische Ambivalenz jenes „Verlorenen Haufens“ historisch-kritisch dar. In dem Versuch, die kritische Theorie der „Gesellschaft des Spektakels“ für die materialistische Kritik des allgegenwärtigen doing gender zu retten, muss es sodann um die Frage gehen, wie undoing gender als Theorie und Praxis für Communismus heute möglich ist.
Davon gibt es beim sympathischen Audioarchiv (klicken!) einen Mitschnitt (plus Diskussion, siehe Kommentar) zum nachhören.
Bitte für zukünftige Veröffentlichungen und Infos den Blog von outside the box beachten.
]]>Zusammenlegung jetzt! Die Zeiten, in denen sich Linke so asexuell wie möglich gaben, sind vorbei. Seit Popfeminismus und Post-Porn ist die Linke wieder »sex-positiv«, wollen auch Genossen wieder genießen. Aber politisch korrekt muss es sein, also kreuz und queer statt oben und unten. Heten, geht beten! Analsex statt Banalsex! Und wer nicht mit dem Dildo pennt, gehört schon zum Establishment. Der große »Jungle World«-Wegweiser durch die Wirren der neuen sexuellen Revolution auf unseren Thema-Seiten
Dabei sind folgende Beiträge:
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Zum einen ist auf ihrem Blog gerade verkündet wurden, dass es auch in diesem Jahr eine „Polyfantasiawoche“ geben wird. Ein konkretes Programm steht noch nicht fest.
Zum anderen haben sie in der aktuellen Juli-Ausgabe des Erfurter „hEFt“ einen sehr lesenswerten Beitrag mit dem Titel „Sexualität und Kapitalismus II“ (klicken öffnet pdf; siehe dann S. 26). Das „II“ lässt vermuten, dass es in einer der vorhergehenden Ausgaben auch einen, sicher ähnlich interessanten, Text mit mit „I“ gibt. Dem ist auch so: in der Ausgabe vom April (auch hier: klicken öffnet pdf; hier aber S. 32).

n Deutschland gibt es mittlerweile eine ganze Reihe, zum Teil, stimmgewaltiger Antifeministen und konservative Männerrechtler, die den Feminismus und mit ihm auch die Gleichstellungspolitik zu den Akten gelegt wissen wollen.
Ihrer Meinung nach haben die Frauen die Männer in vielen Belangen längst überholt (Gesundheit, Bildung usw.), Männer seien nun im Nachteil und in der Defensive. Wer da spricht und welche ideologische Ausrichtung das im Extremfall annehmen kann, damit hat sich der Journalist und Autor Dr. Thomas Gesterkamp in einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen Expertise beschäftigt. Mit Gesterkamp sprach Hagen Kleemann.
Der 10minütige Beitrag kann hier angehört werden.
]]>Werkstatt-Tagung anlässlich des 10jährigen Bestehens des „‚Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus“
am 25.-26. September 2010, Fachhochschule Frankfurt/Main
in Kooperation mit dem gFFZ
Den Call for Papers finden Sie hier.
(via)
]]>22.4. MonoPoly – Monogamie-Norm und Polyamorie auf dem Spielfeld der Besitzansprüche, Treue des Bekanntgehens: Gesa Mayer & Robin Bauer
6.5. Making Up a Species – Zur Regierung der Sexualität im Zeitalter der Biologie: Mike Laufenberg
20.5. Begriffe von Gewicht. Patriarchat oder Heteronormative Matrix? Sonja Engel & Hannah Holme
3.6. Zur Mutter berufen. Die entwicklungspolitische Praxis von SOS-Kinderdörfern: Sarah Speck
17.6. Über die Erfindung von Gleichheits- und Differenzfeminismus: Cornelia Möser
8.7. Post/ Porn/ Politics. Queer_feministische Perspektiven auf Pornographie und Sex_arbeit: Tim Stüttgen
Genauere Infos zu Themen & Referent_innen gibt es hier.
]]>Das umfassende Programm besteht aus Vorträgen, Filmen und Podiumsdiskussionen, welche sich den differenzierten, komplexen Fragestellungen widmen.
Dabei wird es nicht nur um die Arbeitsverhältnisse der Betroffenen und ihre Interessen gehen, sondern Ziel ist es, diese Tätigkeiten im Rahmen von gesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen zu thematisieren. Zentral ist hier auch, einen Ausblick zu schaffen, wie wir uns einen guten Umgang mit Fürsorgearbeit in unserer Gesellschaft vorstellen können und ob dies unter den derzeitigen Gegebenheiten einer krisenhaften, männlich dominierten Marktwirtschaft verwirklicht werden kann. Oder sich vielmehr der neoliberal organisierte Kapitalismus und eine geschlechtlich hierarchisierte Arbeitsteilung von Pflege- und Haushaltsarbeit so sehr bedingen, dass die Bereiche Arbeit und Leben grundlegend anders gedacht werden müssten, als das derzeit der Fall ist.
Alle Infos unter http://care.blogsport.de/
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